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Wenn man den Musikgeschmack der heutigen Generation mit dem der Generation vor einem halben Jahrhundert vergleicht, kann man einen sehr großen Unterschied feststellen. In jenen fernen Tagen hörte man abends auf der Straße (ich wohne auf dem Land) fast immer die Klänge der Harmonika, des Akkordeons, der Ziehharmonika und nicht zuletzt der Gitarre. Jeder dritte oder vierte Mann hatte eine Gitarre.

Mein Schulkamerad hat seine erste „Gitarre“ selbst gebaut. Später spielte er ohne jegliche musikalische Ausbildung Bassgitarre in einer Clubband. Wir haben voneinander gelernt. In der Schule war die Nachfrage nach musikalischer Bildung viel größer. Ich habe früher im Schulchor mitgemacht, wir haben jedes Jahr an Wettbewerben teilgenommen. Und was nun? Fast nichts. Die Jugendlichen in unserem Dorf gründeten ihre eigenen Ensembles, nur einer von ihnen hatte eine Musikausbildung. Sie spielten und sangen zweimal pro Woche im Club bei den Tanzveranstaltungen. Sie haben sogar ihre eigenen Lieder erfunden. Es gibt etwas zu bedenken. Die Arbeiter gingen immer mit einem Lied zur Arbeit, selbst bei der Arbeit sangen sie mit. Und wie die Mütter sangen und das Baby schaukelten. Heutzutage singen sie nicht einmal mehr auf Hochzeiten. Und was ist passiert?

Der Beginn der Zivilisation!